Chronik

Gründung

Die sportliche Entwicklungsgeschichte eines Vereins enthält wie a11e Geschichten der menschlichen Gemeinschaften die Beschreibung ihrer verdienstvollen Mitarbeiter und ihrer Leistungen, die sie im Laufe der Zeit erbrachten. Wenn wir daher rückblickend betrachten, so können wir feststellen, daß es genau wie im menschlichen Leben Erfolge und Freudenstunden sowie Enttäuschungen und Rückschläge gegeben hat.

Es wurde uns immer wieder bewiesen, daß auch unser Verein Menschen in seinen Reihen hatte und auch heute noch hat, die in vorbildlicher Treue und Einsatzbereitschaft viele Schwierigkeiten überwanden und damit dem Fußballsport wertvolle Impulse gaben.

Wie schwer die Anfangszeiten oftmals waren und wie hoch das Erbe unserer Vorgänger in Ehre gehalten werden muß, wollen wir mit dieser Vereinschronik aufzeichnen. Doch zunächst muß der Leser dieser Vereinsgeschichte daran erinnert werden, daß unser Vereinsarchiv und die Protokollbücher über die Jahre 1923 bis 1948 durch die Wirren des letzten Weltkrieges verloren gegangen sind. Es ist daher fast unmöglich, eine lückenlose Darstellung über das Vereinsgeschehen in diesen 25 Jahren wiederzugeben. Deshalb dürfen wir an dieser Stelle noch einmal alle Leser auf diese Schwierigkeiten hinweisen und sie daran erinnern, daß die Chronisten dieser Ausgabe auch "nur" Menschen sind. Wenn Sie also bekannte sportliche Ereignisse im Vereinsgeschehen oder Namensnennungen nicht aufgezeichnet sehen, so lag es bestimmt nicht daran, daß die Verfasser dieses Ereignis oder den verdienstvollen Mitarbeiter nicht erwähnen wollten, sondern daß ihnen davon nichts bekannt war.

Da etliche junge Staufenberger bereits für Gernsbach und Forbach spielten und nach der Gründung des SV Staufenberg natürlich im heimschen Verein mitwirkten, konnte man zur Verbandsrunde mit 2 Mannschaften antreten. Die Heimspiele wurden bis 1924 auf dem Sportplatz in Ottenau ausgetragen. Trainiert wurde auf dem Gelände neben der Gaststätte "Neuhaus". Nach Ablauf der Verbandsrunde, in der man die Vereine Gernsbach, Hörden, Ottenau, Forbach, Bischweier, Steinmauern und Würmersheim zum Gegner hatte, konnte man einen mittleren Tabellenplatz erreichen.


Platzeinweihung 1924

Im Sommer 1924 konnte der neue Platz eingeweiht werden. Fast die ganze Gemeinde war auf den Beinen, als man mit Musik vom "Grünen Baum" aus zum neuen Sportplatz zog. Hier standen sich die beiden l. Mannschaften von Staufenberg und Ottenau gegenüber und man trennte sich nach spannendem aber fairem Verlauf mit einem l: l .

Mit wechselndem Erfolg durchstand man die Verbandsrunden der nächsten Jahre, meist mit zwei Mannschaften, aber nie gelang der Aufstieg in die nächst höhere Spielklasse. Mit Beginn des 2. Weltkrieges entstanden die ersten Lücken im Mannschaftsgefüge, die sich mit zunehmender Kriegsdauer so sehr auswirkten, daß man den Spielbetrieb ganz einstellen mußte. Ausgeblutet an aktiven Spielern, finanziellen und sportlichen Mitteln stand man nach Kriegsende vor dem Neubeginn, der sich aber noch drei Jahre hinauszögerte, weil von der französischen Besatzungsmacht jegliches Vereinsleben verboten war.


Neugründung 1948

Endlich fielen 1948 die von der Fremdmacht auferlegten Fesseln. Aus dem Kreis der natürlich vorhandenen sportbegeisterten Jugend bildete sich der erste Kern des wieder neu zu gründenden Vereins. Drei aktive Mitglieder (Schiem Hans, Sailer Reinhold und Bock Ignaz) übernahmen die Aufgaben mit der Erfüllung sämt1icher Formalitäten und Fertigstellung der schriftlichen Unterlagen die zur Genehmigung der Wiedergründung erforderlich waren.


Gründungsversammlung 1948

Am 13. Januar 1948 erhielt man von der französischen Militärregierung die Genehmigung zur Gründungsversammlung, die dann am 17. Januar 1948 im Gasthaus zum "Sternen" erfolgte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man schon im Spätjahr 1947 einige Spiele gegen eine holländische Holzfällermannschaft sowie gegen eine französische Einheit, die in Ebersteinburg postiert war, erfolgreich bestanden.

Am 19. September l948 bestritt unsere Mannschaft dann das 1. Verbandsspiel nach Wiedergründung. Man wußte, daß es nicht leicht werden würde, den Sportverein hochzuhalten, aber mit einer gehörigen Portion Optimismus ging man ans Werk. Obwohl die Mittel damals knapp waren, setzte man alles daran, einen regelmäßigen Spielbetrieb mit I. und II Mannschaft, einer AH- sowie einer Jugendmannschaft durchzuführen. Es war auch damals wie heute nicht immer leicht, am Sonntag genügend Spieler zur Verfügung zu haben, die mit Lust und Freude bei der Sache waren. Aber man überbrückte mit vereinten Kräften alle Höhen und Tiefen, die es ja bei jedem Verein gibt.


30 Jahre SVS

Und am 14. Juni l953 fand dann in der Markthalle das 30jährige Stiftungsfest des SV Staufenberg statt. Der damalige l. Vorsitzende, Fritz Feucht, erhielt vom Verein die goldene sowie zusammen mit August Schoch die silberne Ehrennadel des Verbandes. Es war ein gelungenes Fest und etliche Geschenke und Ehrungen der anwesenden Vereine gaben davon Kenntnis, daß der SV Staufenberg bekannt und beliebt ist.


1955-1957

Nachdem wir uns seit Neugründung in der B-Klasse gehalten hatten, mußte man 1955 in den sauren Apfel des Abstiegs in die C-Klasse beißen, aus der man sich dann lange Zeit nicht mehr herausspielen konnte.

1956 konnte der SV Staufenberg in Scheuern ein Behelfsheim aus Holz für unseren Sportplatz erstehen, das den einheimischen Spielern als Umkleidekabine diente und auch wenigstens notdürftig Unterschlupf bei Schlechtwetter bot.

Der 20. August 1957 war dann einer der schwärzesten Tage des SVS, denn da trug man den Sportskameraden Rudi Kugel zu Grabe. Bei einem Pokalspiel gegen Gernsbach verletzte er sich so schwer, daß er am 16.8.1957 seinen Verletzungen erlag. Aber auch diesen schweren Schock überwand man und kämpfte unverdrossen weiter um den Aufstieg in eine höhere Spielklasse, was aber lange nicht gelingen wollte.


Aufstieg 1968

Nachdem man nun lange Zeit in der C-Klasse fast immer unter den Ersten zu finden war, aber den Aufstieg immer knapp verpaßte, gelang es in dem Spieljahr 1967/68 endlich, als Tabellenzweiter in die B-Klasse aufzusteigen.


1969-1970

Im Jahre 1969 hatte dann der SVS eine schwere Krise durchzustehen, da der damalige l. Vorstand, Emund Kleeh, sein Amt zur Verfügung stellte und kein Nachfolger gefunden wurde. Erst nach zwei außerordentlichen Mitgliederversammlungen, bei denen der Verein am Rande der Auflösung stand, stellten sich doch wieder einige Idealisten zur Verfügung, um den Verein weiterzuführen. Leider wurde diese Verwaltung im Jahre 1970 schwer kritisiert, denn aufgrund der Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls mußte die l. Mannschaft wieder in die C-Klasse absteigen.

Trotz dieses erneuten Rückschlages resignierte der Sportverein nicht! Im Gegenteil! Nach langen Vorbereitungen wurde in diesem Jahr der "1. Spatenstich" zur Erstellung eines neuen Clubhauses getätigt.


Gründung der Gymnastikabteilung
SVS wird eingetragener Verein

Im Oktober 1969 wurde mit ca. 60 Frauen eine Gymnastikgruppe gegründet, die im Gasthaus zum Sternen ihre Übungsstunden abhielten. Weiterhin darf sich der SVS seit 2. Juli 1970 als "eingetragener Verein" e. V. betiteln, was ihn nur noch mit dem Vereinskapital haften läßt.


Wiederaufstieg 1971

Obwohl wir dann im Spieljahr 1970/71 nur den 3. Platz in der C-Klasse belegten, konnten wir trotzdem unseren Wiederaufstieg in die B-Klasse feiern, denn nach einem Beschwerdebrief unsererseits an den Südbadischen Fußballverband in dem wir uns beklagten, daß auch in diesem Spieljahr mehrere Vereine das Schiedsrichtersoll nicht erfüllt hatten, aber trotzdem nicht absteigen mußten, wurden wir wieder in die B-Klasse eingegliedert.


Clubhaus-Bau 1972

Auch der Clubhaus-Bau konnte im Spätjahr 1972 so gut wie abgeschlossen werden und wir sind stolz darauf, den ganzen Komplex in Eigenarbeit vollendet zu haben. Die Freude war noch größer, als man erfuhr, daß wir aus Lotto- und Totomitteln eine größere Summe für den Clubhausbau bewilligt bekamen und das Clubhaus praktisch schuldenfrei ist.


4. Aufstieg 1977

Im Jahre 1977 schaffte die 1. Mannschaft zum viertenmal den Aufstieg in die Kreisliga A. Am 5.Juni 1977 kämpften der FC Iffezheim und der SV Staufenberg in Rauental um den 3. Aufsteigerplatz in die Kreisliga A. Vor über 800 Zuschauern hatte am Schluß der SV Staufenberg mit 1:0 sein Ziel erreicht Unter Spielausschuß Kurt Bender und Albert Döffinger sowie Trainer Bernd Eller war vor allem die gute Kameradschaft innerhalb der Mannschaft ausschlaggebend für den Erfolg.

Die Mannschaft bestand aus: Thomas Karcher, Rolf Schmeiser, Jürgen Negele, Dieter Hecker, Konrad Westermann, Bernd Eller, Klaus Strobel, Jürgen Karcher, Joachim Müller, Ewald Bähr, H.Peter Rath, Fred Bender, H.Dieter Fieg, Norbert Schmeiser, Edgar Karcher, Werner Kugel
1.Vorstand Werner Jonack 2.Vorstand Hans Körner


1981 - Pokalendspiel

Einen ähnlich großen Erfolg wäre fast am 14. Juni 81 im Endspiel des Bezirkspokals gegen den VFB Bühl geglückt. Bis zur 83. Minute war der SV Staufenberg durch ein Tor von Bernd Eller noch Sieger, doch ein Doppelschlag des Pokal-Titelverteidigers machte die Sensation zu nichte. Dennoch war es ein großer sportlicher Erfolg im Endspiel zu stehen, der auch zum großen Teil dem Trainer Manfred Schwetz zuzuschreiben war.


Die Jugend in der USA

Eine Traumreise unternahm am 2. Juli 81 die A Jugendmannschaft des SVS. Ziel war die USA. Die Jungen folgten damit einer Einladung, die im Jahre 79, anläßlich eines Besuches einer amerikanischen Jugendmannschaft ausgesprochen wurde. Jugendleiter Albert Döffinger und Edgar Karcher hatten nicht nur das weite Land angeschaut, sondern auch Spiele bestritten, um auch im sportlichen Bereich den Gegenbesuch zu einer runden Sache werden zu lassen.


Wilfried Bender neuer Vorstand 1981

Die Vorstandschaft hat schwierige Monate zu überstehen. Interne Unstimmigkeiten und Querelen sind an der Tagesordnung, die jedoch 2. Vorsitzender Wilfried Bender durch seine Wahl zum 1. Vorstand ein Ende machte. Einstimmig wählte ihn die Versammlung am 17.11.81 im Clubhaus zum Nachfolger von Reinhard Meister.


60 Jahre SVS 1983

Zur Feier des 60. Geburtstages hatte der Sportverein am 17. Juni 83 in die Staufenberghalle eingeladen. Der gute Besuch des festlichen Banketts unterstrich die Beliebtheit und Wertschätzung des Vereins im Stadtteil und darüber hinaus; Vertreter befreundeter Vereine waren ebenfalls gekommen. Im Verlauf der Veranstaltung verlieh Helmut Gruber vom Bezirk Baden-Baden die Ehrenurkunde des Südbadischen Fußballverbandes an den 1. Vorsitzenden Wilfried Bender. Gute Nachricht hatte bei der Festansprache Bürgermeister Rolf Wehrle, der bestätigte, daß trotz der nicht mehr so rosigen Finanzlage die geplante Sportplatzerweiterung nicht gefährdet sei.

Bei den Ehrungen konnten immerhin noch 7 Gründungsmitglieder geehrt werden. Ferdinand Grabenstätter, Hermann Kleeh, Richard Kleeh, Ferdinand Schmeiser, Karl Schmeiser, August Koch und Otto Zürn wurden als Männer der ersten Stunde ausgezeichnet.


Großer Bunter Abend in der Staufenberghalle

Einen Tag nach dem Bankett war ein großer Bunter Abend angesagt, der als riesen Erfolg gewertet werden darf. Die Aktiven unter der Leitung von Fred Bender hatten ein Programm zusammengestellt, das unter dem Motto "Fernseh-Caos" auch absolut fernsehreif war.

Zum zweiten Mal verbrachten die Jugendspieler in diesem Jahr unter der Leitung von Albert Döffinger, Reiner Schmeiser und Klaus Strobel drei unvergeßliche Wochen in Washington in den Vereinigten Staaten.


Sportplatzrenovierung 1983

Nach langem Hoffen und Bangen über die Sportplatzfrage kam endlich grünes Licht aus dem Gernsbacher Rathaus. Staufenberg erhält wie der Hockeyclub einen Quarzsand verfüllten Kunstrasenplatz. Hunderte von Tonnen Aushubmaterial wurden auf den Waldsportplatz gefahren um den notwendigen Unterbau zu schaffen. Nach über ein Jahr Bauzeit konnte rechtzeitig zum Rundenbeginn am 8.9.84 der neue Platz seiner Bestimmung übergeben werden.


Einweihung

Mit einem 3-Tages-Fest wurde die Anlage dann auch zünftig eingeweiht. Topereignis war das Prominentenspiel der Traditionsmannschaft des VFB Stuttgart gegen eine Auswahl von ZDF und Südwestfunk.

† Der aktive Spieler Jürgen Negele wird bei einem Arbeitsunfall im Juni 1986 tödlich verletzt. Mit ihm verlor der Sportverein einen Kamerad und echten Kumpel, die Familie einen liebevollen Vater und Ehemann. Sein frohes und herzliches Gemüt brachten ihm im Kreise der Fußballer viele Sympathien. Er wird uns unvergessen bleiben.


1. Meistertitel 1987

Den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte verzeichnete die 1. Mannschaft mit dem 1. Meistertitel in den bisher 64 bewegten Vereinsjahren. Dem SVS reichte im letzten Spiel dieser Runde ein 0:0 bei der DJK Au um sich den Meistertitel und Aufstieg in die Bezirksliga zu sichern. Mit 59:34 Toren und 42:18 Punkten war der Titel eingefahren. Mit einem Punkt Rückstand wurde der FV Steinmauern Zweiter. Trainer und Meistermacher war Helmut Fritsch. Zuerst bewahrte er die Mannschaft nach einem Entscheidungsspiel gegen den SV Mösbach vor dem Abstieg, aus dem gleichen Spielermaterial formte er die Meistermannschaft 1987, welche mit Kameradschaft und Ehrgeiz erstmal als Meister und Bezirksligist in die Vereinsannalen eingeht.

Fast die ganze Aktivität sowie Betreuer feierten diesen Erfolg ausgiebig eine Woche lang an Spaniens sonniger Küste, in Loret de Mar.

Die Mannschaft konnte im ersten Jahr das Abenteuer Bezirksliga gut überstehen. Lange Zeit war man vorne mit dabei.


Abstieg 1989

Leider war dies schon bereits in der Runde 88/89 zu Ende. Auf Grund der dünnen Spielerdecke war der Abstieg in die Kreisliga A nicht abzuwenden.


Clubhausrenovierung 1989

Trotz dieser sportlichen Misere ging es 1989 daran, das Clubhaus zu renovieren. Für die Erneuerung der Heizungsanlage, Errichtung zusätzlicher Kabinen und Duschen, der Umbau der Veranda in ein Geschäftszimmer und Geräteraum sowie sonstige Modernisierungsmaßnahmen mußten ca. 70000,-DM aufgewendet werden.


Michael Schiem 1. Vorstand 1989

Mit Wilfried Bender als rührigen 1. Vorsitzenden ging im Mai 89 nach 10 jähriger Amtszeit eine turbulente aber erfolgreiche Ära zu Ende. 40 Jahre war er damals bereits im Verein. Er war hier Jugendspieler, aktver Spieler, Schiedsrichter, 2. Vorsitzender und fungiert seit diesem Tag bis heute als Beisitzer und Ehrenvorsitzender im Vorstand.

Als Nachfolger wurde Michael Schiem gewählt, sein Stellvertreter wurde Fred Bender.


Kinderturnen 1990

Neue Wege mit Kinderturnen. Eine besondere Premiere war der 16. November 1990. Zum erstenmal bietet der SVS Kinderturnen in der Staufenberghalle an. Durch den Wunsch vieler Staufenberger Eltern, aber auch inspiriert durch eigene Ideen über die Gestaltungsmöglichkeiten von Kinder und Freizeitsport verfolgen Rolf und Fred Bender gezielt das Vorhaben eine eigene Turnabteilung zu gründen Groß war dann auch das Interesse als zur ersten Übungsstunde für Kinder von 4-6 Jahren gebeten wurde. Spiel und Spaß sollten im Vordergrund stehen, wobei die sportlichen Elemente nicht zu kurz kommen sollten.

Man hatte schon nach kurzer Zeit eine große Kinderschar zu betreuen, das für alle Seiten sichtlichen Spaß bereitete. Schnell war man sich einig dieses Angebot auch für ältere Kinder zu erweitern. So wurde schon kurze Zeit später eine Turnstunde ab 6 Jahren angeboten, um die altersbedingte unterschiedliche Turnfähigkeiten kontinuierlich aufzubauen und zu fördern.

Um die fußballbegeisterten Sprößlinge aufzufangen, meldete der Verein 93 eine eigene F-Jugend an und konnte so den Unterbau für die kommenden Jugendmannschaften bilden. Mit der Einrichtung des Mutter mit Kind-Turnen und den Minikickers kann man heute mit Stolz auf eine breite Palette im Kinderturnbereich blicken.

Mit dem Anschluß an den Badischen Sportbund hat der Sportverein alle Rechten und Pflichten, auch Wettkampfveranstaltungen und Gauturnfeste etc. des Verbandes angenommen. Im Freizeitsportbereich wird in Staufenberg Aerobic geboten, das sich bei mehr als 30 Mädchen und Frauen gleichermaßen großer Beliebtheit erfreut.


Sportplatzproblem

Was mit dem Sportplatzneubau 84 mit dem Kunstrasen als Glücksgriff und wesentliche Verbesserung nach dem felsigen Hartplatz begann, sollte schon bald zu einem großen und ernsthaften Problem werden. In den Jahren bekam der Kunststoffbelag schwere Schäden, eine übergroße Verdichtung und somit eine große Härte.

Bereits seit 1990 war man ob diesem Problem bei Stadtverwaltung und Stadtrat vorstellig. Mit Bürgermeister Müller und Vertreter der Verwaltung gab es viele Gespräche und Besichtigungen auf der Suche nach Alternativen. 1993 war im Haushaltsplan der Stadt Gernsbach eine Summe von 350000 Mark für die Sanierung vorgesehen. Nach Überprüfung des Platzzustandes war allerdings festzustellen, daß die Dimensionen der Sanierung weitaus größer als vermutet waren. Eine Sanierung des Platzes alleine genügte nicht; auch der Unterbau mußte erneuert werden.


70 Jahre SVS 1993

Zwischen diesen Sanierungsproblemen viel der 70 Geburtstag des Vereins. Mit einem großen Zeltfest wurde im Sommer 93 das Jubiläum vor der Staufenberghalle gefeiert. Dabei wurden Wilfried Bender und Hans Schiem aufgrund ihrer zahlreichen Verdienste zu Ehrenvorsitzenden ernannt.

Als Gründungsmitglied und zu 70 Jahre Vereinszugehörigkeit konnte Ferdinand Grabenstätter gratuliert werden.


7. Januar 95
† Herrmann Kugel, aktiver Spieler, Linienrichter und treues Mitglied, wird bei einem Sturz tödlich verletzt. "Haboi", wie er im allgemeinen genannt wurde, hinterließ ein große Lücke im Verein. Er stellte seine ganze Arbeitskraft in die Dienste des Vereins. Leider war es ihm nicht mehr gegönnt seinen KSC, für den er vom Sportverein für seine unermüdliche Tatkraft eine Jahreskarte geschenkt bekam, in Staufenberg spielen zu sehen.


Sportplatzneubau

Nach den Festaktivitäten verfolgte man gezielt das Vorhaben der Sportplatzerneuerung. Weitere Ge-spräche mit Stadt und dem neuen Bürgermeister Dieter Knittel zeigten erste Erfolge. In zahlreichen Gemeinderatssitzungen war das Sportplatzproblem, nicht nur von Staufenberg, auf der Tagesordnung und es dauerte immerhin bis zum 30.1.95 bis die Entscheidung im Gemeinderat gefallen war. Staufenberg erhält einen neuen Rasenplatz in einem neuartigem Cell-Rasen-System. Hierbei handelt es sich um eine übergroße Hydrokultur in Quarzsand. Die Zellen sind durch Speiseleitungen mit den Wasserverteil-Stationen verbunden und werden somit automatisch bewässert. Dieses System soll den Rasen strapazierfähiger machen und nahezu 15-20 Jahren halten. Es folgte dann die öffentliche Ausschreibung des Sportplatzes Staufenberg durch die Stadt Gernsbach: Los 1 Zellsystem-Rasenplatz, Los 2 Trainingsplatz mit Tennenbelag.

Die Mitglieder des SVS waren im Zusammenhang mit dem Neubau der Anlage von Anfang an gefordert. Im Gemeinderat war die Forderung laut geworden – auch im Zusammenhang mit der Kostenfrage- daß der Verein Eigenleistung erbringen müsse. Die Poltiker hatten die Obergrenze der Kosten bei 650.000 DM veranschlagt.


Beginn der Baumaßnahme 1995

Im April begannen die Arbeiten auf dem Sportgelände. Man begann mit dem Abtragen des Kunstrasens, fällte Bäume für die Neuanlage des Trainingsplatzes. Ferner wurde die Umrandung des Platzes entfernt und eingelagert. Heimspiele konnten naturgemäß zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr in Staufenberg durchgeführt werden, man wich auf den Platz des SV Selbach aus. Die Verbundenheit der Vereine hat eine lange Tradition. Als seinerzeit der Selbacher Rasen - übrigens ein Kunstrasen – angelegt wurde, hatten die Selbacher Kicker ihrerseits "Asyl" in Staufenberg gefunden.


Clubhausrenovierung

Mit den Arbeiten an der Anlage ging es dann im Juni richtig los. Neben der Platzanlage wurde gleichzeitig in und um das Clubhaus kräftig gebaut und renoviert. Eine Terrasse beim Clubhaus wurde gebaut. Der Öltank mußte aus dem Gebaäude weichen und wurde ins Erdreich verlegt, damit der Küchentrakt vergrößert werden konnte. Schank- Küche- und Getränkeraum bilden heute eine Einheit und erlaubt eine zeitgrechte Bewirtung der Gäste.

Die früheren Sanitärräume zusammen bilden heute den WC- und Waschraum der Damen, der frühere Getränkeraum dient heute großzügig als Männer-WC. Neue Fenster und Türen, Putz- und Farbanstriche, Fließen im Eingang - und Duschbereich, sowie die neue Beleuchtungsanlage runden das Bild für einen gemütlichen Aufenthalt ab.

Besonders stolz ist man auf die neuangelegte Terrasse mit integriertem Verkaufspavillion, die gerade in den Sommermonaten zum Verweilen einlädt. Rund um das Clubhaus wurden die Wege gepflastert. Für die Pflegegeräte des Sportplatzes wurde eigens ein Geräteschuppen gebaut, der sich am hinteren teil des Geländes schön in die Natur einpaßt. Eine große Aktion war die Erstellung der neuen Zaunanlage. Über 250m waren in Handarbeit zu errichten.

Über die ganze Bauphase hinweg zog sich auch die Entsorgung des alten Kunstrasens. Durch entsprechende Werbeaktionen konnte fast der gesamte Belag an private Interessenten abgegeben werden, was letztendlich die Kosten erheblich minderte. Allerdings war das Abtragen der 5500qm großen und mit Sand gefüllten, tonnenschwere Rasenstücke reinste Knochenarbeit.

Der Sportplatzneubau durch die Fa. Dannig aus Freudenstadt machte große Fortschritte. Das Einebnen, das Verlegen der Zu- und Abwasserrohre sowie das Auffüllen mit Sand war im August bereits fertig, so daß noch vor dem Herbst mit dem einsähen begonnen werden konnte.


KSC – das Topereignis

Mittlerweile stand fest, daß der KSC zum Einweihungsfest eingeladen werden sollte. Eigentlich glaubte keiner so richtig daran, um so größer dann die Freude als die Zusage im Frühjahr 96 von den Herren Schäfer und Fuchs aus dem Wildpark kam. Motiviert dadurch ging man mit noch größerem Eifer an die Fertigstellung der verbleibenden Arbeiten.

Bis zum großen Tag des Eröffnungsspiels am 9. Juli 96 19.00 Uhr, hatte man mit ca. hundert Helfer und Helferinnen in über 4000 Arbeitsstunden innerhalb von 15 Monaten dieses riesige Arbeitspensum hinter sich gebracht.

Der große KSC konnte kommen! Mit der Einweihung des neuen Zellrasenplatzes ging ein langersehnter Wunsch in Erfüllung. Der neue Platz stand in sattem Grün, die gesamte Clubanlage präsentierte sich in neuem Glanz, als der Bundesligist aus Karlsruhe seine Visitenkarte in Staufenberg abgab.


Volksfeststimmung auf dem Waldsportplatz.

Die Musikkapelle hob an zum KSC(Badner)-Lied, blau-weiße Fahnen und autograrmmhungrige Teenager begrüßten die Spieler des Karlsruher SC, für Speis und Trank war bestens gesorgt. Der Sportverein präsentierte zur Eröffnung den KSC, und über 2000! Besucher honorierten die perfekte Organisation.

Da machte es auch wenig aus, daß man mit 2:27 baden ging. Immerhin erzielte Carsten Denk bereits nach 10 Sekunden das 1:0, beim Stande von 1:20 glückte Tobias Müller der zweite Treffer für Staufenberg. Das größte Sportereignis in diesen 75 Jahren war ein voller Erfolg.

Selbst KSC-Trainer Winfried Schäfer war gerührt und voller Lob über die Sportanlage sowie den traumhaften Empfang in Staufenberg. Sein Statement: Als der KSC-Bus (vom Feuerwehrkommandant Rolf Schmeiser zum Sportplatz gelotst) durch Staufenberg gafahren ist, seien viele Menschen aus den Häusern gekommen und hätten ihnen zugewunken. Diese Art von Begrüßung habe ihn sehr gefreut, so der ehemalige Trainer des KSC.


75 Jahre SV Staufenberg

Vom 13.6 bis 22.6.98 feierte der SVS sein großes Geburtsfest "75 Jahre Sportverein". Extra dazu wurde die alte Markthalle reaktiviert. Viel Arbeit für die Vorstandschaft und die zahlreichen Helfer, denn die Halle musste komplett entrümpelt werden samt dem Wintersalz, das Bauhof hier deponiert ist. 3 Monate waren notwendig um die Markthalle auf festliches Ambiente auszustatten.

Mit dem Festbankett am Samstag, 13.6.98 begann das Festprogramm.

Vom Freitag 19.6 bis Montag 22.6.98 hatte man ein großes Programm zusammengestellt, das keine Wünsche offen lies. Es war das größte Fest in der 75 jährigen Vereinsgeschichte. Mit über 100 Helfer aber auch das mit Abstand arbeitsintensivste. Rückblickend war es ein schönes und erfolgreiches Jubiläumsfest.


SVS im Aufstiegsspiel

In der Runde 97/98 belegte der SVS den zweiten Tabellenplatz in der Kreisliga B und hatte somit die Möglichkeit über Relegationsspiele gegen den Zweiten der Süd-Gruppe Mösbach in die A-Klasse aufzusteigen. Im ersten Spiel verpasste man zu Hause trotz Überlegenheit einen Sieg einzufahren und kam nur zu einem 2:2 Unentschieden. Am Tag des Jubiläumsfestes war nun das Rückspiel in Mösbach. Mit Bussen fuhren Spieler und Fans zum alles entscheidende Spiel, während beim Fest die ganze Gemeinde auf eine positive Nachricht vom Spielausgang wartete.

Ein Sieg hätt natürlich ganz besonders zum Festrahmen gepasst, die Stimmung wäre natürlich ins unermessliche gestiegen. Nach 90 Minuten war es aus und vorbei mit dem Traum des Aufstiegs. Mit 1:0 hatte man das große Ziel um Haaresbreite verpasst. Es wäre zu schön gewesen.


Endlich! - Aufstieg in die Kreisliga A 1999
Abstieg 2001

Im zweiten Anlauf war es endlich soweit. Der SV Staufenberg kehrt 1999 wieder in die Kreisliga zurück. Abstieg 2001 Nach erfolgreichem Abschneiden im ersten Jahr in der neuen Liga, folgte der Absturz schon ein Jahr später in die ungeliebte "Sicherheitsliga". Mangelnde Mannschaftsgeschlossenheit und vor allem die Tatsache, dass die Heimspiele nicht gewonnen wurden, gab den Ausschlag für den Abstieg.


Kirche und Sport

Das erste gemeinsame Fest mit der Kirche fand im Sommer 2001 statt. Leider hatte Petrus wenig Einsehen. Bereits am ersten Tag fiel die Open-Air Disco dem schlechten Wetter zum Opfer. Ein riesiger Sturm machte mühevolle Arbeit vor der Halle zunichte, ein Glück, dass es nur bei einigen Prellungen und Schürfwunden blieb.

Das Gospelkonzert mußte in die Halle verlegt werden, erst der Sonntag und Montagabend mit dem Musikverein und der Stadtkapelle konnte im Freien stattfinden.

Auch das Altstadtfest fiel mehr oder weniger ins Wasser. Kälte, Sturm und Regen hielt die Besucher in Grenzen.


Vizemeister 2003

Der SVS wird Vizemeister in der Kreisliga B und kann durch Relegationsspiele gegen den Vize Süd Neuweier den Aufstieg schaffen. Das 1. Spiel in Neuweier ging trotz Feldüberlegenheit und spielerische Vorteile gleich mit 2:0 verloren. Im Rückspiel lagen die Nerven blank. In einem spannenden Spiel verschoss man gleich 2 Elfmeter, der Gegner versiebte ebenfalls einen. Zum Schluss stand es und Neuweier ging als Sieger und Aufsteiger vom Platz.


Sportplatzneubau Hartplatz 2000-2002

Schon 1999 wurden die ersten Gespräche in der Verwaltung geführt, die Notwendigkeit  für diesen Nebenplatz wurde festgestellt. Die Baugenehmigung wurde eingereicht, der Gemeinderat stimmte dem Erbbaupachtvertrag und der Baugenehmigung zu. Der Zuschussantrag wurde mit einer Höhe von 291.000,-- DM bewilligt.

Im Jahre 2000 wurde der Wald neben dem Rasenspielfeld abgeholzt, für die Aufschüttung wurde eine eigene Zufahrt angelegt. Die Rentner des SV Staufenberg überwachten die Anlieferung des Materials.

Von Mai 2000 bis Februar 2002 wurden  10884 qm  Erde aufgeschüttet und verdichtet. Für die Arbeiten um den Sportplatz und die Verdichtung wurden 2639 Arbeitsstunden erbracht. Im Juni 2002 wurde der Nebenplatz mit einem Sportfest seiner Bestimmung übergeben. Bürgermeister Dieter Knittel hob besonders die ehrenamtliche Aktivitäten und Bürgerengagement für diese Sache hervor und vor allem, dass es niemals eine Bitte nach Zuschüssen aus städtischen Haushaltsmittel gegeben hatte.

Peter Baumgärtner, Jugendwart im Südbadischen Fußballverband, überbrachte die Glückwünsche des Verbandes. Ein besonderes Dankeschön des Vereins ging an die Rentnergruppe des SVS unter der Leitung von Konrad Kurz, der Spielführer Benni Leicht einen Spielball überreichte.

Seine Mitstreiter waren: Horst Schmeiser, Albert Döffinger,  Reimund Fieg, Edgar Grimm, Hans-Jakob Bender, Walter Köhler, Gerhard Ulrich, Siegfried Hangen, Gerd Schmeiser, Roland Kugel, Wilfried Bender und Hans Schiem.


80 Jahre SV Staufenberg

Das 2. Fest in der Markthalle war wiederum ein großer Erfolg. 3 Tage wurde bei bestem Wetter dieses Jubiläum gefeiert. Am Freitag mit einer Mallorca-Party, am Samstag zog das Fest Hunderte Begeisterte an, als die SWR3 Dance-Night Station in Staufenberg machte.


85 Jahre SV Staufenberg

Die Markthalle war für 4 Tage Jubiläumsfest bestens präpariert. Unter anderem hatte man die Grand Prix-Sieger der Volksmusik zu Gast. Mit den Zillertaler Haderlumpen war für beste Stimmung am Freitagabend gesorgt und die Halle war restlos ausverkauft. Am Samstag präsentierte man zum Jubiläum eine Elvis-Show sowie Tanz-Show. Sonntag bis Montag präsentierten sich die einzelnen Abteilungen des SVS, abgerundet durch Blasmusik des Musikvereins Staufenberg und Stadtkapelle Gernsbach.


Aufstieg in die Kreisliga A Nord 2008

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